Justina Lee Brown Quartett

RückBlick von Walter Brinkmann

Mitreißend, kraftvoll und voller Seele

Freitag, 19:45 Uhr, Deelenhaus: Eine cool agierende Schweizer Band namens JLB beginnt, die Paderborner Clubfreunde locker einzugrooven. Nur Augenblicke später tritt dann die Lady ins Rampenlicht unserer Bühne – „Justina Lee Brown is in the house“.
Und die Frau mit der kunstvoll gestalteten Haarpracht überrascht das erwartungsvolle Publikum gleich mit einem afrikanischen Track. Was für ein Sound, was für eine druckvolle, dominante Stimme – was für eine Powerfrau!
Zunächst lauschte man im Club trotz spürbarem Bewegungsdrang noch aufmerksam, doch dann brach die Begeisterung aus dem Publikum hervor, und der Club geriet in Bewegung – kaum jemand hielt es auf den Stühlen.

Der Track „Ara Mide“ als Opener schuf eine Atmosphäre, die sich über 7000 Kilometer südlich, quer durch die Transsahara bis nach Lagos, Nigeria – der Heimat unseres Stars – erstreckte. Afrika in Paderborn: Gebannt folgte man Justinas Geschichte. Sie erzählte, wie sie mit ihrer jungen Mutter auf den Straßen dieser Metropole lebte, ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Eiswasser bestritt und schon als Kind ums Überleben kämpfte. Passanten gaben ihr Trinkgeld für ihren eindrucksvollen Gesang und ermutigten sie, ihren musikalischen Weg weiterzugehen. Heute lebt sie in Europa – als Afrikanerin – und ist in ihrer Heimat zugleich eine Europäerin.

Zurück zur Musik: Was folgte, war ein Wechselbad unterschiedlichster Stile – ein Schmelztiegel aus Afro-Funk, Soul und Blues. Überall preisgekrönt und nun auch im Deelenhaus zu erleben, präsentierte sich eine vielseitige Entertainerin, der man zwischen den Songs mit ihren reizvollen Stilwechseln gebannt zuhörte. Selbst in nachdenklichen Balladen stellte sie immer wieder einen unmittelbaren Bezug durch ihre Erzählungen her.

Sie kam, sang, erzählte und begeisterte. Mitsingen war angesagt, und Bewegung ebenfalls – MOVE YOUR BODY! Selten hat man den Club so in Bewegung gesehen wie an diesem Freitag.

Dabei hatten einige Besucher beim Betreten des Clubs angesichts des voluminösen Drumsets, des Fünfsaiter-Basses und des mit zahlreichen Effektgeräten („Tretminen“) ausgestatteten Gitarrensets zunächst befürchtet, es könnte sehr laut und heftig werden. Weit gefehlt: Die ausgezeichneten Musiker erarbeiteten bereits beim Soundcheck ein ausgewogenes Klangbild mit clubgerechtem Pegel – vielfach zart, stets in direktem Kontakt zu den Vocals und bei Bedarf dennoch mitreißend druckvoll. Dazu Justina – THE VOICE!

Unsere Kollegen aus der Kaiserslauterner „Kammgarn“ bescheinigten ihr „expressive Stimmbandakrobatik“ – mitreißend, kraftvoll und voller Seele. Recht haben sie!

DIE ANKÜNDIGUNG:

DIE JUSTINA LEE BROWN TOUR

Die preisgekrönte nigerianische Sängerin, Songwriterin und Entertainerin Justina Lee Brown präsentiert ihre brandneue EP „Echoes of Home“ – ein mitreißendes musikalisches Erlebnis zwischen Afrobeats, Soul und Blues!

Als erste Afrikanerin, die den renommierten Swiss Blues Award gewann, begeistert Justina Lee Brown mit ihrer unverwechselbaren Stimme, mit energiegeladenen Performances und einer mitreißenden Mischung aus afrikanischer Lyrik und modernen globalen Sounds.

Mit ihrer eindrucksvollen Karriere – von frühen Erfolgen in Nigeria über internationale Tourneen durch mehr als 500 europäische Bühnen bis hin zu preisgekrönten Alben wie Lost Child (2023) – hat sich Justina längst als herausragende globale Künstlerin etabliert. Sie ist - wie bereits erwähnt - Swiss Blues Award Winner 2024 im Bereich von Afro-Funk · Soul · Blues.

Die neue EP „Echoes of Home“ erzählt eindrucksvoll die Geschichte von gesellschaftlichen Herausforderungen für junge Mädchen und verbindet tiefgehende Botschaften mit groovigen, genreübergreifenden Sounds. Neben der Originalversion erwarten die Fans auch eine folk-inspirierte afrikanische Remix-Version sowie ein modernes Pop-Remix („emansworld version“) – ein Abend voller Emotion, Power und musikalischer Vielfalt ist garantiert!

LINEUP:

Justina Ogunlolu, vocal
Lou Cruz, bass
Carlo Menet, guitar
Christian Bosshard, drums